🐦‍⬛ Ein Wolf in Apfelhain

27.07.2025 07:58 (zuletzt bearbeitet: 19.09.2025 15:15)
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#1 🐦‍⬛ Ein Wolf in Apfelhain
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Ein Wolf in Apfelhain – Die Gilde der Schandmäuler im Alarmmodus
APFELHAIN (27.7.25) – Es war ein ganz normaler Nachmittag im malerischen Apfelhain: Die Hühner pickten ahnungslos, die Bäcker backten zu viel Brot, und König Aaron saß wie gewohnt mit einem Bier in der Hand auf seinem nachhaltig handgeschnitzten Thron aus Tropenholz. Doch dann – der Schock.

"Ein Wolf wurde gesichtet!" schrie der Bote, riss die Tür zur Gildenhalle auf und rannte schreiend gegen den Briefkasten. Panik brach aus. Nicht etwa, weil ein Wolf wirklich eine Gefahr darstellte – sondern weil keiner mehr wusste, wo die verstaubten Kampfziegen aus dem letzten Gildenevent waren.

Die Wolfsmeldung – Analyse einer Massenhysterie
Die Sichtung geschah in der Nähe von Kohlemine Nr. 14, auch bekannt als „Wolfs-Schlucht“, weil dort schon vor Jahren jemand einen schwarzen Hund gesehen haben könnte.



Die Gilde der Schandmäuler reagierte sofort – mit der ihr eigenen Mischung aus Aktionismus, Verwirrung und absoluter Inkompetenz. Ein „Notfall-Krisenteam“ wurde einberufen, bestehend aus:

- dem alten Holzfäller ("hat Erfahrung mit wilden Tieren, war mal verheiratet"),
- einem betrunkenen Geologen,
- und natürlich König Aaron persönlich, der zur Sicherheit gleich seine ganze Badewanne mitgebracht hat ("Falls er reinspringen muss").

Wolf oder Wellness-Mythos?
Einige Dorfbewohner behaupten, der Wolf sei in Wahrheit nur der Pelzumhang von Ritter Otto, der sich beim Wandern verlaufen habe. Andere vermuten eine clevere PR-Kampagne, um Apfelhain in den Rang einer „wilden Zone“ zu erheben und mehr Touristen zu locken.

König Aaron kommentierte das Ereignis folgendermaßen:

„Ich sehe das als Chance. Wenn wir den Wolf einbürgern, dürfen wir ihn vielleicht als neuen Klimaberater einsetzen. Der ist wenigstens kein Kohle-Lobbyist.“

Der Einsatztrupp – Katastrophenschutz der anderen Art
Die Schandmäuler starteten eine großangelegte Suchaktion. Ausgestattet mit:

- Lauten Triangeln („damit der Wolf weiß, wo wir sind“),
- vegane Wolfslockstoffe aus fermentierter Rübe,
- und einem 8-seitigen Formular zur tierfreundlichen Kontaktaufnahme.

Natürlich wurde der Wald dabei komplett niedergetrampelt, das Ökosystem empfindlich gestört, aber das zählt nicht – immerhin trugen alle Teilnehmer „100 % BIO“-Kopftücher.

Fazit: Ein Wolf, der keiner war – aber Hauptsache Drama
Ob es den Wolf je gegeben hat, ist unklar. Fakt ist: Die Gilde der Schandmäuler hat das Thema mit der gewohnten Mischung aus Chaos, Übertreibung und lokalem Größenwahn behandelt.

Apfelhain bleibt also (vorerst) sicher. Die Ziegen atmen auf – der König auch, denn sein neuer Wolfsfellthron ist schon in Planung. Aus ethisch einwandfreier Wolle, natürlich. Gefärbt in „Waldgrau“ – der neuen Trendfarbe der Saison.


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